Nachdem durch den Umbau und pandemiebedingt unsere Arbeit am und im Schulgarten eine zeitlang brach gelegen ist, gibt es jetzt „good news“.

Die ModulteilnehmerInnen der „Hexenküche“ und die SchülerInnen der Begabtenförderung „Minihexenküche“ haben große Freude daran, nach dem langen Homeschooling wieder Biologie mit alle Sinnen im Freien erleben zu können: ein Teil der Beete für unseren neuen Schulgarten wurde vom alten Standort hinter den Containern zum neuen Schulgartenplatz hinter dem Festsaal und dem Südbau übersiedelt. Befüllt mit Kompost aus dem Garten von Frau Prof. Federer gedeihen darauf bereits wieder vitamin- und mineralstoffreiche Kräuter und Gemüse wie Ruccola, selbstgezogene Chilipflanzen, Paradeiser, Salat, Spinat, Stangenbohnen, Schnittlauch und Petersilie. An der warmen Steinmauer zur Mattersburger Kirche hin wird unsere „mediterrane Ecke“ mit selbst aus Stecklingen gezogenem Rosmarin, Lavendel, Thymian und Strauchbasilikum revitalisiert. Der Weingartenpfirsichbaum aus unserem alten Schulgarten, der schon brav Früchte getragen hatte und genau wie der Feigenbaum den Umbauarbeiten zum Opfer gefallen ist, wurde durch neue kleine Bäumchen, die zuvor aus Kernen gezogen wurden, ersetzt.

Und: welche Freude über die Regenerationskraft der Natur: der Feigenbaum, der zwar gekappt, dessen Wurzeln aber in der Erde geblieben sind, treibt ob des guten Klimas zwischen Kirchenmauer und Schule und des vielen Niederschlags im Frühjahr wieder an und gibt Hoffnung für die Zunkunft…

Weiters wurden prominente  Staudenwildkräuter wie Prachtnelke,  Nachtkerze oder Königskerze gepflanzt, die von der Pflege her anspruchslos und wassersparend, aber dekorativ und eine effiziente Futterquelle für Bienen und Nachtschmetterlinge sind.

Für den durch den Umbau eher schattig gewordenen Hang vor dem Festsaal haben wir uns überlegt, ihn mit Waldbodendeckern wie Immergrün, Waldmeister, Maiglöckchen und stark regenerativ wüchsigen Stauden wie Topinambur und mehrjährige Sonnenblumen bzw. Astern zu bepflanzen, um dem sich ausbreitenden aggressiven japanischen Staudenknöterich, ein lästiger Neobiont, der alles andere verdrängt, Konkurrenz zu bieten. Alle Pflanzenexponate entstammen bisher übrigens dem Muttergarten von Frau Prof. Federer.

Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei von unserem Schulwart, Herrn Helmut. Er hat sich um den Wasseranschluss gekümmert und für ein Depot unserer Gartenuntensilien gesorgt.

Wir arbeiten bereits eifrig wieder an Naturprodukten aus unserer Hexen- bzw. Minihexenküche, die wir beim nächsten Schulfest bzw. bei einem geplanten mobilen Verkaufsstand gegen eine freie Spende für unseren Schulgarten anbieten werden. Es gibt wieder Limoncello, Chilisalz, Hollunder- bzw. Minzen- und Melissensirup,  Wildfruchtsirup…mit unserem Schullogo aus eigener Manufaktur.

Gerne freuen wir uns auch über weiteres Gartenwerkzeug , damit mehrere SchülerInnen gleichzeitig arbeiten können. Von Fam. Geißler haben wir bereits eine hochwertige Gartenschaufel gesponsert bekommen. Geplant ist auch die Vergabe von „Baumpatenschaften“ für Obstbäume mit alten Sorten im Schulgarten. Nähere Infos dazu folgen…Wir würden uns  sehr  über jede  Art von Unterstützung in in materieller aber auch durch praktische Tätigkeiten wie Hilfe beim Umsiedeln der weiteren Beete von Seiten der KollegInnen aber auch der Eltern freuen. Unser nächstes Ziel wäre eine automatische Bewässerung  der Beete, damit wir  gut über den Sommer kommen…

Jetzt hoffen wir, dass die Vorschriften es zulassen, uns im Herbst wieder beim Schulfest mit der „Kräuterhexenbar“ präsentieren zu dürfen…ein Highlight, dass viele ehemalige SchülerInnen aus der Vergangenheit noch in bleibender Erinnerung haben…